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Demenz



Wenn die Demenz kommt

Häufig sieht man drüber weg, wenn die Mutter plötzlich desorientiert ist. Sie zählt ja schon 70 und sowas ist normal für das Alter. Wer aber die frühen Signale nicht beachtet, hat später ein Problem, denn Demenz ist eine fortschreitende Krankheit. Rückgängig machen lässt sie sich nicht, aber man kann sie stoppen.
Am besten ist es, die Signale zu sammeln. Demenz-Kranke sind oft apathisch, verlieren den Gesprächsfaden, erinnern sich an bestimmte Namen nicht mehr oder verlieren ständig ihren Schlüssel. Die Apathie findet sich auch bei Depressionen, aber im Gegensatz zur Demenz kommt der Betroffene in seiner gewohnten Umgebung zurecht und ist auch sonst geistig gut beisammen.
Grund für die Demenz ist eine mangelhafte Gehirndurchblutung, die entweder auf einer Herzleistungsschwäche beruht oder auf einer Arteriosklerose, also einer Verengung der Gefäße. In beiden Fällen wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Ein Arzt kann durch Tests eine Demenz sicher feststellen.
Mit Medikamenten kann man dann das Fortschreiten der Krankheit verzögern. Handelt es sich um eine Gefäßverengung ist es gleichzeitig wichtig, die Ursache dafür zu behandeln. Antidementiva, also Medikamente gegen Demenz, enthalten z. B. Memantine, Nimodipin, Nicergolin oder Gingko bilboa, und fördern den Gehirnstoffwechsel. Ginko z. B. verbessert das Fließverhalten des Blutes.
Auch die Verwandten können dem Patienten helfen, z. B. indem sie den Tagesablauf strukturieren. Dazu gehören bestimmte Essenszeiten ebenso wie ein Einschlafritual. Gut sind Gedächtnisstützen. Notieren Sie dem Kranken seinen Tagesablauf und Ihre Telefonnummer auf einem Zettel, den er ständig bei sich trägt. Bei der Zeitorientierung helfen gut lesbare Uhren und Kalender. Auf Schubladen kann man beschriftete Etiketten kleben. Auch auf die Sicherheit muss geachtet werden. Lose Kabel und rutschige Teppiche in der Wohnung sind zu vermeiden, genau wie giftige Pflanzen. Schränke mit gefährlichen Inhalten sollten abgeschlossen werden.
Das Fazit lautet: Wer frühzeitig auf die Signale reagiert, hat beste Chancen, sich bald wieder über aktivere Eltern oder Großeltern freuen zu können.





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