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Wo wohne ich, wenn ich alt bin?
Wo wohne ich, wenn ich alt bin?
rostfrei:
Solange es irgend geht, möchten gerade ältere Menschen in ihrem vertrauten Zuhause bleiben. Was können sie oder ihre Angehörigen tun, wenn sie merken, dass sie allein nicht mehr zurechtkommen oder es absehbar ist?
Deneke:
Zuallererst muss natürlich überlegt werden, wie weitreichend die Unterstützung sein soll. Manchmal genügt die Installation eines Hausnotrufs, die Bestellung von Essen auf Rädern oder die Organisation von Nachbarschaftshilfe. Es kommt immer darauf an, sorgfältig das passende Angebot herauszufinden. Und da gibt es viele Möglichkeiten: die bereits genannten Hilfen zu Hause, die Tages- und Kurzzeitpflege, eine Wohnung in einer betreuten Wohnanlage oder Wohn- und Pflegeappartements in einem Seniorenzentrum mit vielfältig abgestuften Service- und Pflegeleistungen.
Norpoth:
Und um das Richtige herauszufinden, bieten die Dienstleistungszentren, die in fast jedem Bremer Stadtteil zu finden sind, eine umfassende, kostenlose und für die Interessenten unverbindliche Beratung. Unsere Mitarbeiterinnen haben langjährige Erfahrungen und kennen die Möglichkeiten. Sie sind gewissermaßen unterstützende Pfadfinder zwischen Wunsch und Angebot.
rostfrei:
Angesichts des immer weiter sinkenden Rentenniveaus ist die Wahl sicherlich in erster Linie vom Geldbeutel bestimmt
Norpoth:
Ja, auf jeden Fall. Wenn sich z. B. ein Ehepaar - er noch rüstig, sie demenzkrank - ein betreutes Wohnappartement und einen Pflegeplatz auf dem gleichen Gelände wünscht wird das sehr teuer. Nicht jeder hat so viel Geld und darum gibt es Alternativen, die nicht schlechter sein müssen. Oftmals reichen gut organisierte ambulante Hilfen aus, damit die älteren Menschen in ihren eigenen vier Wänden gut versorgt sind und sich sicherer fühlen.
Deneke:
Beim Thema Finanzierung sollte man sich frühzeitig beraten lassen. Hierbei ist es sinnvoll, auch über mögliche Vollmachten für Angehörigen nachzudenken, damit diese im Notfall auch handlungsfähig sind. Auch dazu sind die Dienstleistungszentren die richtige Anlaufstelle, um alle Eventualitäten zu bedenken.
Norpoth:
In diesem Gespräch konnten wir nur kurz einige Denkstöße für wichtige Entscheidungen im Alter andeuten. Eine Übersicht ambulanter und stationärer Wohn- und Versorgungsmöglichkeiten in Bremen sowie Informationen zu Finanzierungsfragen und Adressen haben wir in unserem "Ratgeber für ältere Menschen und ihre Angehörigen" zusammengestellt. Über unsere Service-Telefonnummer 01801 - 79 79 79 zum Ortstarif kann man die Broschüre kostenlos anfordern. Der Ratgeber ist aber auch in den Dienstleistungszentren des PARITÄTISCHEN oder den Einrichtungen des Paritätischen Versorgungsnetzes erhältlich.
rostfrei:
Vielen Dank für dieses Gespräch.
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