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Alzheimer-Telefon für pflegende Angehörige
Alzheimer-Telefon für pflegende Angehörige?
Nach aktuellen Schätzungen wird es im Jahr 2010 in Deutschland bereits 1,7 Millionen Alzheimer-Erkrankte geben. Auf Grund der jährlich steigenden Demenzerkrankungen und der Tatsache, dass zwei Drittel der Erkrankten zu Hause versorgt werden, ist eine gezielte Beratung und Hilfe sowie auch Gesundheitsförderung bei den pflegenden Angehörigen von zentraler Bedeutung. Denn für die Angehörigen ist die Pflege eines Demenzkranken eine große Herausforderung. Die kräftezehrende und zeitintensive Aufgabe ist häufig mit einer aufopfernden Einstellung verbunden und lässt eigene Bedürfnisse nicht selten fast gänzlich in den Hintergrund treten.
Dementielle Erkrankungen beeinflussen in besonderem Maße die familiären Beziehungsmuster. Die Angehörigen müssen neben physischen Anstrengungen auch psychische Anpassungsleistungen erbringen. Die Demenz des Ehepartners verändert zum Beispiel die eheliche Beziehung, da der/die gesunde Partner/in neue Rollen und Funktionen einnehmen muss, während der oder die Kranke dagegen zunehmend an Einfluss und Eigenständigkeit in der Beziehung verliert.
Zahlreiche Untersuchungen zeigten, dass Angehörige von Demenzkranken häufig selbst psychische und physische Erkrankungen und Störungen erleiden. Häufig haben die pflegenden Familienmitglieder Versagensängste und Schuldgefühle und geraten zudem oft in soziale Isolation. In den letzten Jahren wurden deshalb verschiedene Beratungsansätze und Projekte für Angehörige von Demenzpatient/innen entwickelt, die die Lebensqualität sowohl von pflegenden Angehärigen als auch von Demenzkranken verbessern sollen.
Zu den derzeitigen Projekten gehört auch das so genannte Alzheimer-Telefon für pflegende Angehörige. Unter der bundesweiten Rufnummer: (01803) 17 10 17 sind geschulte Sozialarbeiterinnen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Berlin für Hilfesuchende erreichbar. Sie informieren über das Krankheitsbild, den Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen, über rechtliche Fragen, weisen auf die regionalen Alzheimer Gesellschaften und Selbsthilfegruppen hin und sprechen auf Wunsch auch über persönliche Dinge.
Literatur zum Thema:
Kostenloser Ratgeber für die häusliche Betreuung demenzkranker älterer Menschen
Wenn das Gedächtnis nachläßt
Herausgegeb. vom Bundesministerium für Gesundheit
Zu bestellen bei:
DVG mbH Meckenheim
Birkenmaarstraße 8
53340 Meckenheim
Tel.: 0 22 25 / 9 26 - 144
dvg@dsb.net
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