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Wandlungen im Gesundheitswesen



Mit zunehmendem Alter treten auch häufiger körperliche Leiden auf. Aus Angst, den letzten Rest Unabhängigkeit zu verlieren, scheuen viele ältere Menschen den Weg ins Krankenhaus.

Dabei hilft die Geriatrie, der medizinische Fachbereich für ältere Menschen und deren Krankheiten, mit Rehabilitation und spezialisierter Behandlung, die Selbständigkeit wieder herzustellen. Mithilfe des "Barthel-Index" kann diese gestaffelt dargestellt werden. Fähigkeiten, wie sich selbst anzuziehen, oder allein zur Toilette zu gehen, werden zusammengefasst und in Punkten ausgedrückt. Mit maximal 100 Punkten ist der Patient fähig, allein zu leben, Hilfe ist nur teilweise von Nöten. Bei 80 - 40 Punkten besteht eine zunehmende Hilfsbedürftigkeit und bei weniger als 40 Punkten ist der Patient pflegebedürftig. In diesem Punkte-System ausgedrückt, erreicht die Mehrzahl aller Patienten bei einer Rehabilitation eine Besserung von 20 Punkten, jeder dritte Patient sogar eine Besserung von 40 Punkten.

Bremen vertritt mit seinem Senioren-Anteil von 25 % seiner Bevölkerung eine Spitzenstellung. Doch nur 5 % der Bremer Senioren lebt in Altersheimen. Der Rest beteiligt sich noch aktiv und selbständig am Leben. Doch sollte man die Geriatrie nicht erst im akuten Krankheitsfall, sondern auch schon zur Vorsorge aufsuchen.

In Bremen gibt es drei geriatrische Abteilungen: im Krankenhaus Bremen Ost, Bremen-Nord und im St. Joseph-Stift.
Die dort am häufigsten vorkommende, akute Krankheit ist der Schlaganfall, dicht gefolgt von Schenkelhalsbrüchen, verursacht durch Stürze. Bei älteren Leuten treten noch dazu häufig Begleiterkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes, oder Herzrhythmusstörungen auf. Deshalb ist in dem Fall ein ganzheitliches Therapie-Konzept mit Fachleuten aus verschiedenen medizinischen Bereichen nötig.

Durch die geplanten Änderungen im Gesundheitswesen ist jedoch zu befürchten, dass ältere Patienten benachteiligt werden. Ab 2003 wird die Fallpauschale eingeführt, das heißt Krankenhäuser werden nicht mehr nach der Verweildauer der Patienten honoriert, sondern erhalten, je nach Art der Krankheit, eine gestaffelte Vergütung. Ist diese Vergütung für die diagnostizierte Krankheit "verbraucht", muss der Patient entlassen werden, da sonst die Unkosten des Krankenhauses nicht mehr gedeckt wären. Dies führte in anderen Ländern zu drastischen Verkürzungen der Krankenhaus-Liegezeiten.





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